Informative – Zusammenfassung

[Text in Bearbeitung]

[Neue Einleitung:]

Es ist offensichtlich: wir haben keine Hoheit über unsere eigenen Informationen.

Im Supermarkt verschenken wir für mickrige Bonuspunkte die Info darüber was wir wann wo und in welcher Menge einkaufen.

Und nichts hat klarer gemacht, wie wenig Macht eine Regierung (in diesem Fall die Deutsche) noch hat, als der NSA (prism) Skandal.

Darum…

1.)
Es sollte ein Menschenrecht werden, alle Informationen über sich löschen zu lassen, no questions asked (bis auf wenige Strafrechtlich relevante Ausnahmen).

2.)
Wenn eine juristische Person (Firma, Verein, etc.) Infos über uns sammelt, sollte es demokratisch festgelegte Mechanismen der anonymisierung geben. Es macht wenig Sinn, dass der Laden wo ich einkaufe auch mein Alter, Geburtsdatum, uvm. kennt.

3.)
Die Lösung, die auch bei vielen anderen Aspekten unseres Zusammenlebens hilfreich sein wird ist eine neue Säule der staatlichen Gewaltenteilung, welche Informationen zentral sammelt.

***

Bsp. EHEC Skandal. Wie immer in solchen Fällen war Detektiv-Arbeit gefragt, die Quelle zu lokalisieren, wobei es gut möglich ist, dass die eigentlichen schuldigen in der Nahrungsmittel-Industrie parallel daran gearbeitet haben, Spuren zu verwischen!

[ab hier alter Text:]
/ * oder in den Kommentaren weiterlesen, siehe
https://himmelstor.wordpress.com/informative-zusammenfassung/comment-page-1/#comment-303

Die Trennung von Kirche und Staat ist heute nicht vorhanden. Der Staat scheint schier untrennbar verknüpft mit der Business-Church.

Wir leben in absurden Zeiten, wo wir Arbeit aus dem Nichts erschaffen, um Geld zu erwirtschaften, das aus dem Nichts erschaffen wurde. Beides ist eigentlich OK: ein Künstler erfindet seine Arbeit selber, und sogar das erste Geld entstand so. Schlimm ist aber, wenn beide im Namen von seelenlosen ‚juristischen Personen‚ erfunden werden, und nicht aus einem echten Bedürfnis heraus. Und wo wir schon beim Absurden sind: das höchstdotierte Amt in unserer Gesellschaft ist das der ‚Werbe-Ikone‘ – und diese Industrie ist praktisch nur dazu da, um Nachfrage künstlich zu reizen.

Lösung durch neue Gewaltenteilung:*
Legislative, Exekutive, Judikative…
…und ähnlich wie die vorgeschlagene alternative Geldschöpfung (z.B. Monetative, oder Bürger-geschöpfte Währung)…
…die Informationen-verwaltende INFORMATIVE!

Die Systeme sind da, es ist eine Frage des Willens und des Programmierens. Die Souveränität der Menschen steht und fällt mit der Hoheit über Informationen.

Dazu gehört das Recht, Informationen über sich selber einzusehen, und (mit Einschränkungen) löschen zu lassen.

Auch gibt es spannende Wege, die Entscheidungsfindungsvorgänge und Wertschöpfungsketten der Wirtschaft zu optimieren.

Ende der (unbesteuerten!) Informationshortung durch Konzerne, und damit einer der Eckpfeiler illegitimer, privater Machtkonzentration, welche freie Märkte, Gerechtigkeit und unser Überleben gefährdet.**

(Die Idee „Steuern auf Informationen“ ist nicht so crazy, wie sie vielleicht einigen scheint. Als Musik auf mp3 wanderte, kam praktisch über Nacht eine Steuer pauschal auf leere Harddisks, beim Verkauf, nach Grösse/Speicherkapazität. Auf Wunsch der Industrie, und wenn ich mich recht erinnere nach SUISA-Schlüssel unter den Künstlern aufgeteilt…

Die Idee spielt in eine grössere Entwicklung hinein, die es angeblich nicht gibt: Klassenkampf. Wird unsere Technologie benutzt, um von oben herab zu kontrollieren, oder um es uns zu erleichtern, dass wir uns von der Basis aus organisieren? ***

Einfaches Beispiel: Photos nur auf grossen Plattformen posten und teilen, zum Profit der Investoren, oder im Sinne der Menschen, dezentral und wahrhaftig frei. Lustigerweise gab es mal eine App, um an Ort und Stelle dezentral Pics zu teilen. Sie existiert wahrscheinlich noch. Als Kids bestellten wir noch Abzüge, die mit viel Aufwand und Chemikalen gemacht wurden, und freuten uns wochenlang darauf. Man könnte sich easy-peasy einigen, alle Pics, die in einem Raum gemacht werden, automatisch unter allen Anwesenden zu teilen – steht nicht einmal zur Debatte. Nicht einmal in einer liebevollen Familie an Weihnachten.

Für mehr Details, hier klicken.

========

* Und nicht durch eine Abschaffung des Status ‚juristische Person‘, der zwar auch nötig ist, aber schon lange nicht mehr reicht. Wäre man im Verlauf der letzten 100 Jahren das ‚mal ernsthaft angegangen, vielleicht…aber jetzt ist der Zug vorerst abgefahren!

** Wer jemals ein Geschäft gründen wollte, weiss wie wichtig die Adressliste ist. It’s not who you are, it’s who you know.

*** Siehe auch Virtual Senate.

– MK 14.1.2014

8 Antworten zu “Informative – Zusammenfassung

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  7. Wer wirtschaftlich tätig sein will, muss werben – punkt.

    Also wie lengt man diese Energie in positive Bahnen?

    Mein Vorschlag: wir ändern radikal die Art und Weise in der unsere Informationen verwaltet werden.

    Konzerne können heute (neben tausend anderen Tricks) unbesteuert Informationen anhäufen.

    Sollen Sie m.E. gerne auch weiter tun können, aber wir schlagen ihnen ein Schnäppchen, indem wir SELBER ins Informationsgeschäft einsteigen, und zwar besser.

    (An dieser Stelle kommen schon die Anti-NSA Gefühle auf, da antworte ich jeweils mit „Geduld bitte – es ist alles nur eine Frage der Umsetzung.“)

    Wir sammeln demokratisch festgelegt Informationen, und verteilen diese wieder auf demokratische festgelegte Weise. Dabei werden auch nicht immer volle Datensätze geteilt (= was Snowden störte!), sondern man kann die Infos auch zerstückeln. So ist das heute bei jeder Datenbank möglich, denn sie sind so aufgesetzt. Es gibt sogar ein Fachbegriff für diese Informationsverwaltungsmethode: relationale Datenbank.

    Ich will diese Mail nicht unnötig belasten mit all den Möglichkeiten, die daraus resultieren (Konsum von Medien und anderen Gütern, demokratische Entscheidungsfindung undundund), bleiben wir beim Thema: Werbung.

    Der Clou punkto Werbung ist folgender:

    wir erlauben weiterhin allen Firmen, auf gewissen Platformen zu werben.

    Ist schliesslich ein freies Land, oder?

    …ABER:

    Wir zwingen sie per demokratisch ausgearbeiteten Richtlinien, jede Werbung in einen kreativen Teil, und einen INFORMATIVEN TEIL zu trennen.

    So würde es endlich stimmen, was man heute nur behauptet: Werbung ist primär dazu da, um die Konsumenten zu informieren.

    Der Kreative Teil darf so das übliche beinhalten: Halbnackte Magersüchtige, erfolgreiche Fussballer, eine grüne Landschaft – was es halt so gibt, um unsere Gefühle zu wecken, zu umgarnen, auszunutzen. (Heute der Hauptzweck, oft sogar der einzige. Welche Relevanz hat z.B. für den Kaufentscheid einer Kaffeemaschine, dass das Gesicht eines Tenisstars daneben ist)

    Der INFORMATIVE TEIL hingegen (und jetzt kommt der wirkliche Clou) wird gar nicht vom Werber selber, sondern von unserer Datenbank aus gespeist.

    Hier kommen die wirklich relevanten Daten hinein…nicht nur vom Auftraggeber, sondern auch von anderen Betrieben.

    – Bei einem Digitaldrucker z.B. Bildformat, Druckgeschwindigkeit, Farbe etc.,
    – Bei Nahrungsmitteln natürlich Inhaltsstoffe, Herstellung…

    …alles nach einverständlich festgelegten Kriterien. Wenn neue Erfindungen gemacht werden (über’s andere Thema „geistiges Eigentum“ fange ich hier gar nicht erst an!), muss man die Kriterien jeweils neu prüfen. Mit den elektronischen Medien sind die Anpassungsmöglichkeiten (customization) praktisch unbeschränkt, wie gesagt: alles eine Frage von dem, was man verlangt, und sich darauf einig. Der Kunde ist König!

    Bei besonders sensiblen Produkte-Klassen ist es möglicherweise sogar wünschenswert (die Leute müssen das entscheiden!), ob man jedem Produkt ein DNA-Code einfügt, so wie es die Kleiderfirma Switcher bereits bei gewissen vêtements machte. Da konnte man als Konsumen die ganze Wertschöpfungskette online nachvollziehen – bei mobilem Internet auch VOR dem Kaufentscheid!

    Das reduziert nicht nur die Werbung zauberhaft um einige Grössenordnungen, ohne komplizierte Anpassungen des Steuerrechts, sondern es hilft auch bei der Lösung eines der grössten Probleme unserer Zeit: Machtkonzentration in wenigen Konzernen.

    Denn: ein kleiner Start-up hätte sofort seine Produkte GRATIS in der Werbung!

    Die INFORMATIVE würde damit zu einer legitimen vierten, fünften, oder sogar sechsten Säule der staatlichen Gewaltenteilung (je nachdem ob man die Presse – gleich urspr. vierte Macht – und eine von gewissen Menschen gewünschte Monetative mit-zählt).

    danke fürs Lesen

    schöne Grüsse
    Michael

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