Wer in der Fabrik arbeitet, dem sollte sie auch gehören!

Die Lowell Mill Girls waren Fabrikarbeiterinnen in Lowell, Massachusetts (USA). Bis zum Höhepunkt der industriellen Revolution im Jahre 1840 waren über 8000 Frauen gekommen – fast drei Viertel der Belegschaft.

Arbeiterrechte und Feminismus waren für diese jungen Damen selbstverständlich, d.h. sie brauchten keine Pseudo-Gewerkschaft, und auch keine kriminelle Profi-Zicke, die ihnen etwas vorbetet! Sie schrieben ihre eigenen Zeitungen, waren also gewissermassen die ersten Blogger. Diese Arbeiterpresse machte damals die Hälfte der ganzen US-Medienlandschaft aus. Frag‘ doch mal heute einen Arbeiter, ob er nicht lieber etwas tun möchte, statt sich zu beklagen – da bist sehr schnell Du der Arsch. So ist das: „Ein Sklave, der frei zu sein glaubt, kann man nicht befreien.“ Vielleicht kippt’s ja wieder, wenn’s schlimm genug wird, so wie von Günther Wallraff in „Schöne neue Welt“ beschrieben (Callcenter, Lidl-Bäckerei und edel-Küche).

Eva Herman sagte auch so etwas in der Art: „Eigentlich könnte jetzt jeder investigativer Journalist sein.“ Doch sollte nich jeder Journalismus investigativ (= nachforschend) sein? Copy/paste kann jeder! Tipp von Noam Chomsky, der übrigens bereits als kleiner Knirps den ersten Artikel gegen die Ausbreitung der Nazis verfasste: „Es hilft wenn man wenigstens einmal etwas wissenschaftliches studiert. So lernt man was ein Beweis ist.“ Wem die Zeit dazu fehlt: ein hübsch gemachtes PDF, oder ein peppiges Video mit Musik und ohne Quellenangaben ist kein Beweis!

Lernen wir von den Factory Girls! Sie haben im Prinzip nichts anderes getan, als ihre Gedanken aufzuzeichnen, und zu teilen. Ganz einfache Sachen wie: nur für den Lohn zu arbeiten ist Sklaverei, Arbeiter müssen beteiligt werden.

2 + 2 = 4!

“Wenn Du ein Produkt verkaufst, bleibt Dir Deine Person erhalten. Verkaufst Du aber Deine Arbeitskraft, verkaufst Du Dich. Du verlierst die Rechte eines freien Menschen, und wirst zum Diener eines Monster-Unternehmens des Geldadels, der jeden zu vernichten droht, der sein Recht auf Versklavung und Unterdrückung in Frage stellt.
Wer in der Fabrik arbeitet, dem sollte sie auch gehören. Sonst ist er nichts als eine Maschine, regiert von privaten Gewaltherrschern, die wie Könige unsere Demokratie mit Füssen treten. Es ist ein neuer wirtschaftlicher Feudalismus. Recht und Freiheit werden zerstört – von Kultur, Gesundheit, Moral und Verstand ganz zu schweigen!”

lmg

„Wer in der Fabrik arbeitet, dem sollte sie auch gehören.“

Aus dem Englischen von Banks need Boundaries!
Originalquelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Lowell_Mill_Girls

Eine Antwort zu “Wer in der Fabrik arbeitet, dem sollte sie auch gehören!

  1. Pingback: Factory Girls | Banks need Boundaries·

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