Sex (ohne Werbung)

Das Thema scheint hier etwas unpassend, schrieb auch James Roberston im Vorwort seines Buches Power, Money and Sex, auf der Suche nach „einer neuen Balance in der Gesellschaft“.

In der facebook-Gruppe DasLiebeGeld bot sich das Thema an, als das bedingungslose Grundeinkommen aktuell wurde.

Ein paar Gedanken:
„Der dressierte Mann“ ist hoffentlich ein Begriff. (Esther Vilar)

Auch gut: die Folgewerke, insbesondere Teil 3:
Das Ende der Dressur.
5 Stunden arbeit pro Tag?
(Immerhin sind das zwei Stunden mehr als unsere Jäger-und-Sammler-Vorfahren.)
Darwin Dante dazu: 5 Stunden reichen…pro Woche! 

Wir haben so viel neue Technologie, und doch kommen wir nicht zur Ruhe. Das hat damit zu tun, dass sie vor allem noch zur Kontrolle und Unterdrückung verwendet wird, nicht als Stütze für unsere Entfaltung.

Von Noam Chomsky gelernt: die Technologie ist neutral. Sie ist weder gut, noch böse. Wir könnten sie genausogut nutzen, damit Arbeiter ihre eigene Fabrik kontrollieren.

Man stelle sich einmal vor, dass es statt des täglichen Titten-Bombardements in TV (aber Nippel erst nach Mitternacht!)  ernsthafte Tipps gäbe über Meditation…und multiple Orgasmen für Männer.

…oder statt der jetzigen Vorbau-Vorbilder, wo man Angst kriegen kann, ein paar einfache Übungen zur Stärkung der (weiblichen) Brustmuskulatur…was übrigens auch gesund ist, und …Spass macht!

Oder Ernährungstipps. Statt der Börsentipps vor (!) den Nachrichten, ein paar Gesundheitstipps. „Es gibt mehr Nichtraucher als Anleger!“ (Pelzig)

Sie wenden jetzt vielleicht ein: „Lasst die Idioten doch schauen was sie wollen, es ist schliessliche in freies Land!“ Auch dem hält Chomsky ‚was entgegen:  vor der Werbe-Flut war die Presse links-liberaler (Bsp. GB).

Jetzt geht Angelina’s prophylaktischer Boobjob um die Welt. Warum reden wir nicht gleichzeitig über die Ursachen von Krebs. Das wär‘ doch mal ‚was für Seite 3. Nein: die Seite 3 ist ja selber mit Chemikalien gedruckt  😦

Wie Vilar beschreibt, verweigern Frauen den Sex manchmal, um ihre Männer zu kontrollieren, für Karriere, etc.

…auch wenn sie ihn eigentlich wollten! Wir vermuten, das hat mit Überlebensangst zu tun. Wäre es also noch immer so, wenn man ein bedingungsloses Grundeinkommen hätte?

Das bedingungslose Grundeinkommen kann viel zur Auflösung von Blockaden beitragen. Und genau das ist ein Grund, warum der Widerstand so gross ist. Viele Menschen wollen gar nicht frei sein. Sie z.B. Eckhardt Tolle: die Sucht nach schlechten Nachrichten, Pain Body.

Bernays, der PR-Übervater, beschreibt den Vorteil: Menschen sind einfacher zu kontrollieren, wenn sie nicht wissen, warum sie handeln.

Ein unerfüllter Sextrieb ist also Gold für die Verarscher und Umverteiler.

Wieviel unnötiger Konsum von Gütern, Nahrungsmitteln, und schlechtem Sex finden heute statt, weil man im Berufsleben unerfüllt ist?

Wieviele Menschen erdulden schlechten Sex, weil wir nicht offen darüber reden? (Habe bei der Suche nach „multiple Orgasmen für Männer“ ein paar Artikel von Men’s Health gefunden, und mich erst einmal gefreut. Dann kam die Ernüchterung. Mehr als nutzlos, da ablenkend. Merke: ein Verlag verkauft heute nicht mehr Hefte an Kunden, sondern primär Leser an Werber. Wir meinen wir seien offen über Sex, aber wie mein Geschichtslehrer schon sagte: „Weisst Du wer meint? Der kleine Hans, wenn er am Morgen aufwacht, das Bett ist nass, und er meint, er habe geschwitzt.“ Sein zweit-Lieblingsspruch war übrigens: „Das Wichtigste ist eine eigene Meinung.“) Wir sind hier im Gebiet der Propaganda. Das ist zu gross, um es hier abzuhandeln, und andere haben es schon besser gemacht, als ich es je könnte oder wollte. Siehe z.B. Link zum Chomsky-Vortag ganz unten an dieser Seite: „Propaganda and Control of the Public Mind.“

Frage, nur zum Spass:
Wie viele der 45 Frauenzeitschriften (Kochrezepte und Fremdsprachige nicht eingerechnet), gäbe es am Durchschnitts-Kiosk noch, wenn Ihr Mädels euch 2-3 mal pro Woche anderweitig verführen liesset?

– letztes Update 28.12.2013 MK

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3 Antworten zu “Sex (ohne Werbung)

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