Holy Corporation

blogs.discovermagazine.com

blogs.discovermagazine.com

Es ist scheinbar harmlos, dass eine Firma sich ‚juristische Person‘ nennen darf, aber die Folgen sind enorm. Schauen wir uns doch einmal an, was sie von den natürlichen Menschen unterscheidet:

– Sie sind schon da, wenn wir zur Welt kommen. Kleiner Vorsprung.

– Der Konzern stirbt nicht, ausser er geht Bankrott (ohne Bail-out!)

– Unsterblichkeit ist etwas Mythisches, Göttliches. Darum haben wir Menschen die Götter wohl überhaupt erst erfunden.

– Wie im alten Testament, darf man einen Konzern nicht beim Namen nennen, zumindest nicht ohne Heiligenschein © resp. ®

– Je älter wir werden, umso weniger neigen wir zur Ketzerei. Und je erfolgreicher wir sind, umso sicherer ist unsere Mittäterschaft.

– A propos Mittäterschaft: es kann sein, dass wir sie zwar bekämpfen wollen, via Renten aber an ihnen mitbeteiligt sind.

– So lange der Umsatz da ist, haben Firmen praktisch eine bodenlose Kriegskasse. So entsteht ein Teufelskreis: sie geben Geld aus, das sonst teilweise mit der Allgemeinheit geteilt würde, um es gegen die Allgemeinheit einzusetzen (oft).

– So würde ich mir auch gerne vor Gericht ein paar Rechte erstreiten!

– Werbekosten dito. Klar schafft das Arbeitsplätze. Und manchmal zahlt am Ende der Auslagerungs-Kette sogar jemand Steuern…ABER: es entsteht ein gigantisches Hamsterrad! Die Politiker sind froh drum, denn es hält ihnen den Pöbel von der Pelle. 

– Ich habe versucht, auf meiner Gemeinde zu erklären, dass ich auch eine Person bin, und dass es im Sinne der Allgemeinheit ist, dass ich meine Kleider, meinen Friseur, und meine Parfums als WERBE-Kosten vor der Steuer abziehen dürfe …aber stellt Euch vor, Freude: die haben mich nur ausgelacht!

(Sogar als ich ihnen versicherte, es schaffe Arbeitsplätze, und ich würde sonst vielleicht auswandern!!)

Arbeit an guten Produkten geht auch ohne so etwas Skandalöses.

Alles nur eine Frage davon, wie wir uns als Gesellschaft organisieren wollen.

Mögliche Lösungen:
– Informative (Suchfeld oder Tag anklicken)
– Statt Steuern geben Firmen ein Zehntel ihrer Produkte und Dienstleistungen ab. Stellt Euch vor: statt Steuerminimierung durch Gegeneinander-Ausspielen der Länder, müssen alle Firmen, sogar die Top-Kanzleien mit den teuersten Anwählten ein Zehntel „pro bono“ machen. Wow!

6 Antworten zu “Holy Corporation

  1. Pingback: People Power – Tagesschauer! | Himmelstor·

  2. Pingback: Steuern Steuern | Himmelstor·

  3. Pingback: Das ebene Spielfeld | Himmelstor·

  4. Pingback: Informative | Himmelstor·

  5. Pingback: Kommunismus ohne community | Himmelstor·

  6. Pingback: 200 Anwälte (Witz) | Himmelstor·

Sie können auch anonym kommentieren. Es wird nur intern die IP-Addresse bekannt. - Bitte um Geduld bei der Freischaltung, Danke!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s